Direkt zum Hauptmenü, zum Inhalt.
Sie sind hier: Startseite › Aktuelles › Viele hundert Menschen gingen im Familienzentrum auf Entdeckertour
© 2010 Wittekindshof
Familienzentrum
Wittekindshof Gronau
Herzogstr. 58a
48599 Gronau
Tel. 02562-96448-0
Gronau. Seit der Eröffnung im Spätherbst 2008 waren Besucher bisher aus vielen Teilen Deutschlands gekommen - am Samstag beim Tag der offenen Tür gingen vor allem viele Gronauer und direkte Nachbarn auf „Entdeckungstour": Das integrative Familienzentrum Wittekindshof hatte erstmals öffentlich eingeladen, und viele hundert Gäste informierten sich über die Vielzahl der Angebote der Diakonischen Stiftung sowie des Deutschen Roten Kreuzes, das ebenfalls an der Herzogstraße 58a präsent ist.
Bei bestem Wetter gab es viel zu sehen, und Kinder und Erwachsene entdeckten auf ihre Art und Weise Räumlichkeiten und das in den vergangenen Monaten fertiggestellte Außengelände mit vielen Spielmöglichkeiten. Die Kinder tummelten sich in den Spielküchen, rutschten, schaukelten, malten, sägten Buchstaben aus, spielten in der Ritterburg, wurden phantasievoll angemalt oder bekamen, ganz individuell, einen Zeitungshut mit breiter Krempe verpasst. Und Clown Carlotta Klabums war ständig belagert, um Luftballone zu formen. Die Farben Schwarz-Rot-Gold waren in Zeiten der Fußball-Weltmeisterschaft natürlich besonders beliebt.
Sabine Niermann leitet das Familienzentrum. Dazu gehört die Frühförderung und eine integrative Kindertagesstätte für behinderte und nicht behinderte Mädchen und Jungen inklusive einer Krippengruppe. Und das Konzept geht auf, erklärte Sabine Niermann vielen Besuchern das Einzigartige des modellhaft gestarteten Zentrums: „Wir unterstützen Familien in ganz besonderen Lebenslagen. Kinder werden in ihrer Entwicklung gefördert und Eltern und Angehörige so entlastet." Und auch Ressortleiterin Irene Stenzig, die für die Wittekindshofer Angebote im Kreis Borken, in Hamm, Herne und im Kreis Warendorf verantwortlich ist, betonte das Gemeinsame: „Hier ist schon in kurzer Zeit eine vielfältige Gemeinschaft entstanden zwischen Kindern mit und ohne Behinderung und Familien aus verschiedenen Nationen." Die Zusammenarbeit mit Einrichtungen aus Gronau und dem Kreis Borken laufe gut.
Dazu trägt gleichermaßen das Rote Kreuz bei. Der Kreisverband Borken ist im Familienzentrum mit einem breiten Angebot vertreten. Physio- und Ergotherapie für Patienten im Kindes- und Erwachsenenalter, die spezielle pädagogische Förderung und Beratung von Menschen mit Autismus und ihren Familien sowie einen Familienunterstützenden Dienst. Zudem steht ein Beratungsbüro für alle Fragen rund um die Pflege bereit, das das DRK-Zentrum für Ambulante Pflege (Ahaus) im Familienzentrum eröffnet hat. „Die Arbeit hier ist ideal", sagte Michael Gredig, Fachleiter Frühtherapie beim DRK: „Der Nutzen für unsere Patienten ist deshalb so groß, weil wir als Team unterschiedlichster Fachdisziplinen unter einem Dach zusammenarbeiten."
Das DRK war zuvor an der Ochtruper Straße mit einer Geschäftsstelle präsent gewesen. An der Herzogstraße stehen große, lichte und modernst eingerichtete Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Leiterin der Ambulanten Pflege, Susanne Biallas: „Hier macht das Arbeiten in solch einem tollen Team wirklich Spaß." Allerdings müsse in Gronau und der Region der neue Standort noch bekannter werden und sich herumsprechen.
Das geschieht demnächst vielleicht verstärkt auf zwei Rädern: Die Mitarbeiterinnen werden auf Rotkreuz-Fahrrädern mobil sein. Eine rot-weiß lackierte Fietse wurde bereits in Betrieb genommen - und von den Mitarbeiterinnen für gut befunden.
Text und Fotos: Horst Andresen, Borken