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© 2010 Wittekindshof
Familienzentrum
Wittekindshof Gronau
Herzogstr. 58a
48599 Gronau
Tel. 02562-96448-0
Gronau/ Ahaus-Alstätte (AM). Genau dort, wo früher die Gronauer Erlöserkirche stand, hat das Familienzentrum Wittekindshof Mitte Oktober nach sieben Monatiger Bauzeit zum ersten Mal seine Türen für die 89 Jungen und Mädchen Kindertagesstätte geöffnet. Sie haben zuvor die benachbarte Kindertagesstätte an der ehemaligen Erlöserkirche oder den Heilpädagogischen Kindergarten DIE ARCHE in Ahaus-Alstätte besucht, die zukünftig unter einem Dach als integrative Kindertagesstätte im Familienzentrum Wittekindshof in Gronau zu finden sein werden. Die Mitarbeiterinnen sind schon in der letzten Herbstferienwoche, als in beiden Kindertagesstätten Ferien waren, ein- und ausgegangen, haben Umzugkisten, neue Spiel- und Fördermaterialien ausgepackt und alles für die Kinder liebevoll vorbereitet.
„In so kurzer Zeit für jedes Spiel, alle Bastelmaterialien, Bücher und unendlich viele Gebrauchsgegenstände einen guten Platz zu finden, war nur möglich, weil alle mit großem Engagement mitgeholfen haben. Aber die Mühe hat sich gelohnt. Als die Kinder kamen, war das Gröbste fertig und die Mitarbeiterinnen hatten Zeit für die Kinder und konnten miterleben, mit wie viel Freude sie die neuen Räumlichkeiten eroberten", berichtete Sabine Niermann, die Leiterin des Familienzentrums Wittekindshof. Dem Einzug der Kindertagestätte sind oder werden demnächst die Frühförderung Wittekindshof und der Kreisverband Borken des Deutschen Roten Kreuzes mit der Frühtherapie und Entwicklungsförderung sowie mit der Ambulanten Pflege folgen. Die offizielle Einweihung des Familienzentrums Wittekindshof ist für den 8. Dezember geplant.
„Im Familienzentrum Wittekindshof sollen Kinder mit und ohne Behinderungen, aber auch Jungen und Mädchen aus unterschiedlichen Kulturkreisen und mit verschiedenen Muttersprachen, miteinander spielen, voneinander lernen und die Welt gemeinsam entdecken", erklärt Sabine Niermann. Deswegen wurden mit Ausnahme einer kleinen Heilpädagogischen Gruppe für neun Kinder, die aufgrund ihrer Behinderung, Entwicklungsverzögerung oder ihres herausfordernden Verhaltens auf ein besonders geschütztes Umfeld in einer kleinen überschaubaren Gruppe angewiesen sind, vier neue Gruppen gebildet. „Ausschlaggebend bei der Einteilung war der individuelle Entwicklungstand. Die einen brauchen noch viel direkte Zuwendung der Mitarbeiterinnen, um Neues zu entdecken, die anderen spielen miteinander und möchten möglichst viel ausprobieren und selbständig machen", so Sabine Niermann, die bereits vor dem Umzug für beide Kindertagesstätten verantwortlich war und darauf geachtet hat, dass jedes Kind auch in der neuen Gruppe mindestens eine vertraute Mitarbeiterin trifft.
Die fünf Gruppenräume und die dazugehörenden Neben-, Abstell- und Sanitärräume befinden sich im Erdgeschoss des Familienzentrums; die Räume für die Frühförderung und für das DRK im Obergeschoss. Außerdem wurden hier speziell für die Kindertagesstätte ein Snozelenraum, eine Turnhalle bzw. ein Mehrzweckraum, die durch eine schallgeschützte Trennwand unterteilt werden kann, ein Mitarbeiterraum, das Büro sowie ein Wassererlebnisraum mit Kinderbadewanne und Planschbecken zum Spielen, Experimentieren, für die Körperpflege oder für basale Stimulation insbesondere bei Kinder mit Behinderungen geschaffen.
Für Kinder und Mitarbeiterinnen gleichsam neu, ist die grundsätzliche Zusammenarbeit von jeweils zwei benachbarten Gruppen: „Wir haben nicht mehr in jedem Gruppenraum eine Bauecke, Tische zum Essen und Basteln und eine Rollenspielbereich, sondern jedem Raum einen Schwerpunkt zugeordnet. Die Kinder können in den Freispielphasen alle Räume der beiden benachbarten Gruppen nutzen. So haben sie noch mehr Möglichkeiten und vor allem können wir Störungen vermeiden, wenn die einen am Leuchttisch konzentriert experimentieren, während andere gerade mit viel Getöse ein Piratenschiff in Besitz nehmen," so Sabine Niermann, die die Teamgruppen auch aus organisatorischer Sicht begrüßt, weil sich die Mitarbeiterinnen bei Urlaub, Krankheit oder Fortbildungen besser gegenseitig vertreten können, weil sie auch die Kinder aus der Nachbargruppe gut kennen.
Nach zwei Wochen in den neuen Räumen des Familienzentrums Wittekindshof können sich die Kinder in den neuen Räumen gut orientieren und haben längst entdeckt, dass man auf den Spiel-Podestlandschaften nicht nur klettern und sich verstecken, sondern sich auch mit Freunden zum Spielen zurückziehen kann. Die Leiterin des Familienzentrum Sabine Niermann freut sich, dass neben unterschiedlichen Ruhe und Bewegungsbereichen ein Atelier, ein Nasswerkraum und Werkraum mit Hammer und Säge, eine Kinderbibliothek, auch ein Mathematisches Kabinett eingerichtet werden konnte, das die Kinder wegen der 500 großen Augenwürfel längst Würfelzimmer nennen.
Hintergrund: Der Bauherr des Familienzentrums Wittekidnshof
Bauherr des neuen Familienzentrums ist die "Stiftung Oikos. Menschen Heimat geben". Bereits bei den Planungen hat die Förderstiftung die Wünsch der drei zukünftigen Mieter, der integrativen Kindertagesstätte und der Frühförderung Wittekindshof sowie des DRK-Kreisverbandes, berücksichtigt. Damit die Förderstiftung Oikos, die auch schon den Umbau der Wittekindshofer Kindertagesstätte in Ahaus finanziell unterstützt und ein Grundstück für die neue Werkstatt im Gronauer Schürblick gekauft hat, auch zukünftig innovative Projekte unterstützen und das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderungen fördern kann, ist sie dringend auf Spenden und Zustiftungen angewiesen:
Bankverbindung: Stiftung Oikos
Kontonummer 88 88
Bankleitzahl 490 512 85
StadtSparkasse Bad Oeynhausen
Kontonummer 99 88 00
Bankleitzahl 494 900 70
Volksbank Bad Oeynhausen-Herford eG